Bundeskartellamt untersagt HRS Meistbegünstigungsklauseln

Mit der bekanntgegebenen Abstellungsverfügung zum 1. März 2014 hat das Bundeskartellamt die Forderung von HRS nach den immer besten Preisen, Verfügbarkeiten und Konditionen ihrer Hotelpartner über alle Online- wie Offline-Kanäle für klar wettbewerbswidrig erklärt. „Diese umfassende Untersagung von Meistbegünstigungsklauseln begrüßen wir außerordentlich, da es den erhofften Befreiungsschlag für die Hoteliers in Deutschland Online-Distribution markieren kann“, zeigt sich Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), erleichtert und zufrieden mit der Entscheidung des Bundeskartellamtes.

Das deutsche Bundeskartellamt hatte bereits am 25. Juli 2013 seine im Februar 2012 geäußerten wettbewerblichen Bedenken gegenüber dem deutschen Marktführer im Bereich der Hotelbuchungsportale bekräftigt und die Verwendung kartellrechtswidriger Meistbegünstigungsklauseln abgemahnt. Der Hotelverband Deutschland (IHA) ist bereits frühzeitig dem Kartellverfahren offiziell beigetreten um sicherzustellen, dass die Bedenken der Hotellerie ausreichend Gehör finden.

„Wir sehen uns in unserer Rechtsauffassung vollumfänglich bestätigt, dass die von HRS und anderen Hotelbuchungsportalen vertraglich auferlegten und in der betrieblichen Praxis mal mehr, mal weniger offen eingeforderten Paritätsforderungen eine eklatante Wettbewerbsbehinderung darstellen. Dieses nun aufgebrochene Paritätengitter hat die unternehmerische Entscheidungsfreiheit der Hoteliers unbillig und rechtswidrig unterminiert“, so Markus Luthe.

Aus Sicht der Branche ist ausdrücklich positiv zu werten, dass das Bundeskartellamt gegen Booking,com und Expedia wegen vergleichbarer Klauseln nunmehr ebenfalls Verfahren eingeleitet hat. So werden auch diese beiden Unternehmen künftig der Hotellerie keine Meistbegünstigungsklauseln mehr abverlangen können. „Nach der klaren Untersagung der Paritätsklauseln von HRS müssen dieselben Spielregeln auch für die anderen großen Buchungsportale gelten, denn Meistbegünstigungsklauseln behindern per se den Wettbewerb. Auch dürfen keine Schlupflöcher verbleiben, diese Praktiken ‚auf rein freiwilliger Basis‘ zu exerzieren“, legt Luthe nach.

„Damit Ratenparitäten und andere wettbewerbsbeschränkende Praktiken nicht durch die Hintertür still und leise wieder eingeführt werden, sollten die Wettbewerbshüter die ohnehin intransparenten Rankingkriterien der Buchungsportale zukünftig besonders im Auge behalten“, erhofft sich Markus Luthe.

Weihnachten 2013 bleibt die Küche kalt

Traditionell denkt man bei Weihnachten an duftende Gänse, Enten, oder knusprigen Karpfen. Weil aber die Zubereitung viel Zeit in Anspruch nimnt, kommen zeit- und nervenschonende Alternativen in Mode. Nach dem Motto: Diesmal bleibt die Küche kalt, das Weihnachtsessen wird bestellt. Immer mehr Restaurants mit anspruchsvoller Küche liefern spontan ins Haus. Nach einer aktuellen Umfrage könnten sich die Umsätze in diesem Jahr verdoppeln.

Der Online-Trend zieht sich durch alle Lebensbereiche. Geschenke werden bei Amazon & Co. geordert, die Kinder sitzen mit ihrem Tablet vorm Weihnachtsbaum – und der Weihnachtsschmaus wird im Internet bestellt. Etwa beim Berliner Ententaxi, das Weihnachtsmenüs mit Ente oder Gans für sechs Personen nach Hause bringt – wahlweise auch in Bio-Qualität. „Die Umsätze bei den Vorbestellungen sind in diesem Jahr explodiert“, so Geschäftsführer Olaf Breuer, der das Ententaxi vor drei Jahren ins Leben rief. Geholfen hat dabei, dass Ententaxi nun auch über die Bestell-Plattform von Lieferheld gelistet ist, und so neue Kunden auf sich aufmerksam machen konnte.

Auch weniger traditionelle Küche kommt Heiligabend nach Hause. 70% der rund 6500 deutschen Partnerrestaurants von Lieferheld haben am 24. und 25.12. geöffnet und bringen Essen aller Art nach Hause. Der Bestell-Klassiker Pizza macht an diesen Tagen dann Platz für edlere Gerichte wie Rinderfilet vom Holzkohlegrill oder Wiener Schnitzel vom Kalb.

Um die Logistik müssen sich die feinen Gastronomiebetriebe nicht kümmern. Jérôme Lutz entwickelt bei Lieferheld innovative Logistiklösungen. Lutz erklärt: „Für Restaurants, die keine eigenen Fahrer einstellen wollen, übernehmen wir die Lieferung, indem wir einfach ein Taxi vorbeischicken.“ Schon einige hundert Restaurants in den 15 größten Städten Deutschlands machen bei dem Projekt mit.

Diese Flexibilität scheint anzukommen. In einer Umfrage unter 1250 Lieferheld-Kunden gaben 16% an, in der Weihnachtszeit Essen bestellen zu wollen. Doppelt so viele wie noch im Vorjahr.

Aktueller Weinguide

„Viel Licht und ein paar Schatten“. Dieses Fazit zieht die FEINSCHMECKER-Redaktion in ihrem Guide „Die besten Winzer & Weine“ für den Jahrgang 2012, der dem aktuellen Januar-Heft beiliegt (für 9,95 Euro ab sofort am Kiosk). Die FEINSCHMECKER-Jury hat in wochenlangen Proben die Weine von mehr als 1000 deutschen Weingütern und Winzergenossenschaften verkostet und bewertet. Dabei fiel den Juroren eine Reihe von vorzüglichen Weißweinen aus dem Jahrgang 2012 auf – und es gab auch exzellente Rotweine der Vorjahre 2011 und 2010 zu probieren. Entsprechend positiv waren die Bewertungen für zahlreiche Weingüter, etliche konnten sogar erstmals unter die besten Betriebe ihres Anbaugebiets aufsteigen. Rund 900 Weingüter und Genossenschaften führt der FEINSCHMECKER-Guide mit Adresse und Bewertung auf, die Besten der Besten werden zudem mit Kurzporträt und Weintipps vorgestellt.

Zu den Aufsteigern gehören in diesem Jahr das Weingut Meyer-Näkel von der Ahr, das sich um einen halben FEINSCHMECKER-Punkt (von 4,5 auf 5 F) verbessern konnte. Zur Spitzengruppe des FEINSCHMECKER-Rankings (ab 4 F) gehören nun auch die Betriebe Friedrich Becker (Pfalz), Dr. Bürklin-Wolf (Pfalz), Sekthaus Raumland (Rheinhessen) und Ziereisen (Baden). Die zweitbeste Bewertung (4,5 F) erzielte neu das Weingut Jean Stodden an der Ahr.

Der neue Romantik Guide 2014

Der Romantik Guide 2014 ist druckfrisch erschienen und ganz neu auch als Download-Version nach Ländern abrufbar: Unter dem Motto „Tief verwurzelt in Europa“ steht dieses Mal der Baum im Mittelpunkt. In dem neuen Guide sind neben 14 Neuzugängen alle 204 Romantik Hotels & Restaurants in 10 europäischen Ländern in Bildern und Texten nachzuschlagen. Hier finden sich kleine bis größere Hotels – zwischen 6 und 90 Zimmern – in Städten, auf dem Land, in Urlaubsorten sowie in bekannten und neu entdeckten Regionen. Perfekte Ziele für alle, die Lust auf individuelle und persönliche Gastlichkeit haben. Insgesamt 530 Seiten. Weitere Informationen und kostenfreie Anforderung unter: www.romantikhotels.com oder Telefon +49 (0) 69/66 12 34-0.

Romantik Hotels & Restaurants, die Hotel-Kooperation mit aktuell 204 privat geführten Häusern in 10 Ländern Europas, bietet mit ihrem neuen kostenfreien Romantik Guide 2014 wieder einen umfassenden Überblick mit allen relevanten Informationen zu ihren Mitgliedshäusern. Neu ist auch eine Download-Version nach Ländern, die für die Nutzung beispielsweise über Tablets, eine schnelle und einfache Ansicht aller Hotels nach Ländern sortiert ermöglicht.

Der Baum als Symbol

Für das kommende Jahr hat Romantik Hotels & Restaurants den Baum als Symbol gewählt – er steht für Kontinuität, Wachstum und Lebenskraft. Fest verwurzelt an seinem Standort ist der Baum zwar eine kleine Welt für sich und doch im ständigen Austausch mit seiner Umgebung. In vielem gleichen die Romantik Hotels dieser Form des Lebens: Wie ein Baum sind sie verankert in der Region und ihrer Kultur, bekennen sich zu Tradition und Werten und sind doch zugleich geprägt von Weltoffenheit und dem stetigen Streben nach Weiterentwicklung.

„Wir freuen uns, dass der Romantik Guide jedes Jahr wieder für viele Romantik Gäste ein treuer Reisebegleiter ist. Er lädt immer wieder dazu ein, die Individualität und die herzliche Gastfreundschaft unserer Hotels kennen zu lernen – jedes ist für sich einzigartig“, betont Inge Struckmeier, Vorstand der Romantik Hotels & Restaurants AG.

Tief verwurzelt in der jeweiligen Region und geprägt von Tradition und Qualitätsbewusstsein – so präsentieren sich die mehr als 200 Romantik Hotels & Restaurants in 10 Ländern Europas ihren Gästen aus Nah und Fern. Individualität, die überrascht, Authentizität, die begeistert, Herzlichkeit, die einnimmt – kurz: ein ganz besonderes Lebensgefühl. Mehr Informationen unter www.romantikhotels.com.

Restaurant-Bestenliste 2014

Die sieben großen bundesweiten Restaurantführer für das Jahr 2014 sind erschienen. Wie sich das Abschneiden bei Michelin, Gault&Millau, Feinschmecker, Varta, Gusto, im Schlemmer Atlas und dem Großen Restaurant & Hotel Guide auf das Ranking der deutschen Spitzengastronomie auswirkt, ermittelt auch dieses Jahr wieder die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste. Die Bilanz ist beachtlich: Rund 4.600 Häuser werden von einem oder mehreren der großen Restaurantführer empfohlen. Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste, die 2014 zum vierten Mal erscheint, berücksichtigt nicht allein die Top 100 unter den Gourmet-Restaurants, sondern bietet einen Überblick über die gesamte Bandbreite und regionale Vielfalt der deutschen Spitzengastronomie. Ihr Anliegen ist auch, die Leser zu kulinarischen Entdeckungsreisen anzuregen – in der eigenen Region, aber auch in anderen Teilen Deutschlands. Als „Genuss-Navigator“ bietet die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste 2014, die ab Januar jetzt erstmals auch über den Buchhandel erhältlich ist, daher zusätzlich einen ausführlichen Kartenteil, in dem alle Orte mit ausgezeichneten Restaurants zu finden sind.

Bewegung in den Top 20

Auf den Positionen 1 bis 3 behaupten sich auch 2014 die Schwarzwaldstube (Baiersbronn), das Gourmetrestaurant Vendôme (Bergisch Gladbach) und das Bareiss (Baiersbronn). Doch die Auswertung der sieben Restaurantführer zeigt auch Bewegung unter den Top 20: das Aqua im Ritz-Carlton (Wolfsburg) steigt von Platz 6 auf Platz 4, das GästeHaus Klaus Erfort (Saarbrücken) von Platz 8 auf Platz 7. Auch das Gourmetrestaurant Überfahrt (Rottach-Egern) und das Gourmetrestaurant Lerbach (Bergisch Gladbach) verbessern sich um je eine Position auf Platz 9 bzw. 10. Drei Restaurants gelingt der Aufstieg unter die besten Zwanzig: Das La Belle Epoque (Lübeck) springt gleich um acht Plätze nach oben, von Rang 21 auf Rang 13 der Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste, das Haerlin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten (Hamburg) steigt von Platz 28 auf Platz 17, das Résidence (Essen) von Rang 25 auf Rang 18.

Blick auf die Gastronomielandschaft Deutschland

Interessant ist wie immer der Blick auf das Abschneiden der Bundesländer und die deutschen Genussmetropolen. Führend in Sachen Top-Gastronomie ist Baden-Württemberg mit 931 Restaurants, gefolgt von Bayern (835), Nordrhein-Westfalen (817) und Rheinland-Pfalz (443). Mecklenburg-Vorpommern, das in der Spitzengastronomie stärkste Neue Bundesland, liegt mit 140 ausgezeichneten Restaurants nahezu gleichauf mit Berlin. Unter den Metropolen behauptet sich Berlin mit 141 ausgezeichneten Restaurants als Genuss-Hauptstadt, gefolgt von München (133), Hamburg (120), Frankfurt (71), Köln (66), Stuttgart (64) und Düsseldorf (59).

Die Newcomer – Bayern und Mecklenburg-Vorpommern vorn

Unter den insgesamt 4.561 ausgezeichneten Restaurants finden sich gegenüber dem Vorjahr 378 Neuzugänge. Drei Newcomer konnten sich auf Anhieb unter den 200 besten Restaurants platzieren: das Anders Superior in Karlsruhe (Rang 149), das Stadtpalais Gourmetrestaurant in Wertheim (Rang 185) und das Kuno 1408 in Würzburg (Rang 191). Die meisten neuen Restaurantempfehlungen (77) kann Bayern verbuchen, in den Neuen Bundesländern liegt Mecklenburg-Vorpommern (13) vorn.

Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste

Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste wird erstellt auf Grundlage der sieben großen bundesweiten Restaurantführer. Die Noten für die Küche gehen ebenso in die Berechnung ein wie alle Service- und Ambiente-Beurteilungen der Restaurantführer. Auch der unterschiedliche Stellenwert der Auszeichnungen wird berücksichtigt. Dieses vom Magazin Sternklasse entwickelte Bewertungssystem ermöglicht eine präzise Bestimmung der Rangposition jedes Restaurants. Die Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste 2014 ist ab Januar erstmals auch über den Buchhandel erhältlich. Die Daten und Informationen zum Bewertungssystem können dann auch unter www.sternklasse.de/bestenliste abgerufen werden.

Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste 2014
264 Seiten inkl. Kartenteil
Preis 9,90 EUR
ISBN 978-3-00-044421-0